Erziehung ohne Schimpfen: Tipps für ein verständnisvolles Miteinander

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ERZIEHUNG OHNE SCHIMPFEN: TIPPS FÜR EIN VERSTÄNDNISVOLLES MITEINANDER

– Gastbeitrag von Marion Mündel –

Immer wieder werde ich regelmäßig von Freunden und Bekannten gefragt, wie ich es schaffe innerhalb meiner Patchworkfamilie erzieherisch auf die Bedürfnisse eines jeden Kindes einzugehen. Vorweg erst mal: Das gelingt mir und meiner Partnerin auch nicht immer, aber wir sind nahe dran …

WENN DIE ERZIEHUNG NICHT FRUCHTET

Denn all der Erfolg und all die Zielstrebigkeit und das Selbstbewusstsein, das wir schon so erfolgreich leben, täuscht nicht darüber hinweg, dass wir dennoch immer wieder an unsere persönlichen Grenzen stoßen, wenn es um die Erziehung unserer Kinder geht. Auch meine erfolgreichen Freunde, die sich durchaus meist in ihrer „seelischen Mitte“ befinden, rasten regelmäßig aus und gelangen an ihre Grenzen, wenn sie Erziehung, Familienleben und neuerdings auch Homeschooling unter einen Hut bringen müssen. All die Weisheiten und Erziehungstipps, die uns von unseren Eltern, Großeltern und deren Freunden vorgelebt und vorgebetet wurden, fruchten gefühlt nicht, wenn wir in der heutigen Zeit versuchen, unsere Schützlinge zu erziehen.

Regelmäßig berate ich gestandene Eltern zum Thema Zusammenleben in der Familie, die heutzutage mitunter vermehrt ein Patchwork ist. Diese Eltern erzählen mir dann, dass sie in der Erziehung ihrer Kinder oftmals nicht mehr weiter wissen. Nichts fruchtet und ihnen geht langsam die Fantasie aus, wenn es um das Bestrafen des Kindes für das Ungehorsam geht. Ich frage sie dann immer: „Habt ihr schon mal was vom „Erziehen ohne Schimpfen“ gehört?

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Denn, ganz ehrlich, wenn wir als liebende Eltern unsere Kinder in einer Umgebung aufziehen, in der sie sich frei entfalten können und nicht ständig bestraft, beschimpft und reglementiert werden, dann erziehen wir sie zu den selbstbewussten kleinen Menschen, die wir so gerne in in ihnen sehen möchten. Wir erziehen sie zu kreativen Jugendlichen mit einem gesunden Selbstwertgefühl, die ‚Nein‘ zu Drogen, Gewalt und falschen Freunden sagen können. Aber dieser Selbstwert kann leider nicht wachsen, wenn man sie immer wieder seelisch mit negativen Worten oder Beschimpfungen verletzt.

Ein positives Selbstwertgefühl ist doch genau das, was wir in unseren Kindern sehen möchten, oder etwa nicht?

SCHIMPFEN IST NICHT ZIELFÜHREND

Warum haben dann aber dennoch in einer dänischen Studie 90 Prozent der befragten Kinder das Empfinden, dass ihre Eltern 80 Prozent der gemeinsam verbrachten Zeit nur schimpfen? Hingegen gaben die Eltern in dieser Studie an, es so zu empfinden, dass sie nur 10 Prozent der Zeit mit ihren Kindern schimpfen würden. Wieso wirken wir also so destruktiv auf unsere Kinder, mit teils psychischer Gewalt, auf sie ein?

Denn bitte, mittlerweile weiß unsere gut aufgeklärte und selbstreflektierte Generation junger Eltern, dass wir unseren Kindern keinen Klaps mehr auf den Po geben, sie anschreien oder gar in die Ecke stellen, um ihnen „eine Auszeit zu geben“. Warum machen wir aber dann den Fehler und versuchen das vermeintlich falsche oder störende Verhalten unserer Kinder durch ständiges Schimpfen oder Bestrafen sofort verändern zu wollen? Schimpfen ist nicht klug und zielführend. Meist ist es einfach nur affektiv, unreflektiert, unemphatisch und unkontrolliert.

KINDERN EIN GESUNDES SELBSTWERTGEFÜHL VERMITTELN

Wie aber können wir dann unsere Kinder erziehen und dieses gewünschte positive Selbstwertgefühl für unsere Kinder kreieren? Sie also zu jungen Menschen erziehen, die nicht später auf therapeutische Hilfe angewiesen sind, um die klaffende seelische Wunde zu schließen, die ihnen von uns Eltern in frühester Kindheit bereits durch vermeintliches „Erziehen“ zugefügt worden ist?

Erziehen heißt nicht brechen, sondern verstehen. Wenn unsere Kinder nicht auf uns reagieren, sollten wir in erster Linie klären, warum unsere Kinder nicht auf uns reagieren oder uns sogar ignorieren. Das heißt es sollte hier vorranging z. B. ein gemeinsamer Diskurs erfolgen, warum die zuvor gemeinsam aufgestellten Haushaltsregeln nicht eingehalten werden

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Ich muss mein Kind zunächst verstehen, um dann auf bestimmtes Verhalten reagieren zu können. Über Gespräche lässt sich mit wenig Aufwand unmittelbar Nähe schaffen. Kinder werden eher die aufgestellten Haushaltsregeln umsetzen, wenn die Erziehung auf Anerkennung und Verständnis aufgebaut ist, als auf Bestrafung und Schimpfen. Übrigens auch ein grundlegender Fakt, der im Zusammenleben der Eltern elementar ist.

VERSUCHT, EURE KINDER ZU VERSTEHEN

Für viele Eltern ist es heutzutage selbstverständlich das Kind bei Fehlverhalten nicht zu schlagen. Warum fällt es dennoch vielen Eltern noch so schwer, nicht zu schimpfen – also keine permanente psychische Gewalt anzuwenden?

Versucht, eure Kinder zu verstehen! Redet mit ihnen und gebt ihnen Zeit, sich zu entwicklen und sich auf schwere Situationen in ihrer Entwicklung einzustellen. Gestaltet die Kindheit eurer Kinder als einen glücklichen und kreativen Teil ihres Lebens. So erreicht ihr ein Maximum an mentaler und psychosozialer Gesundheit für die angehenden jungen Erwachsenen.

Um das zu erreichen, müssen Eltern die Aufmerksamkeit bei der Erziehung und Entwicklung des Kindes auf dessen persönliche Integrität legen – und zwar so, dass es genug darüber lernen kann, wer es als Individuum ist, was seine Bedürfnisse, Grenzen und Gefühle sind.

KINDER BRAUCHEN KONTINUIERLICHE BEGLEITUNG

Vergesst also, eure Kinder ständig zu korrigieren, nehmt euch lieber die Zeit und begleitet eure Kinder ins Leben hinein. Kinder brauchen diese Führung, die ihr als Eltern übernehmen solltet. Sie brauchen nämlich eine kontinuierliche Begleitung und keine kasernenartige militärische Oberaufsicht.

Vergesst nicht, Kinder leisten von Hause aus grundsätzlich Widerstand gegen die Erwartung, dass sie gehorchen sollen. Das ist normal. Räumt euren Kindern also vorrangig die Chance ein, zu kooperieren und begebt euch nicht in sinnlose Verhandlungen und Machtkämpfe mit ihnen.

Wie ihr all das praktisch umsetzen könnt und für eure Kinder ein harmonisches, aber auch erzieherisches Umfeld schafft, zeigen wir euch gerne in der Academy.

MARION MÜNDEL // LIFE COACH - FINALLY HAPPY ACADEMY

MARION MÜNDEL // LIFE COACH - FINALLY HAPPY ACADEMY

Mein Name ist Marion Mündel. Mama einer zauberhaften 1-jährigen Tochter. Ich bin am 08.07.1987 in Berlin geboren und mit 21 Jahren ins Ausland gezogen. Prägende und wundervolle Jahre liegen seither hinter mir. Nun wohne ich in einem schönen Vorort in Bernau bei Berlin.

Schon sehr früh begeisterte mich das Thema Psychologie. Menschen zu verstehen, hinter die Fassaden zu blicken und ihnen dabei zu helfen, ihr volles Potential zu entfalten, waren schon immer meine Leidenschaft. Schnell hatte ich das Ziel, irgendwann einmal Life Coach zu werden. Vor allem die Themen Kindheit, Persönlichkeitsentfaltung, Kommunikations- und Sozialpsychologie interessierten mich.

Mit diesem konkreten Ziel im Kopf machte ich, neben meiner 40-Stunden-Woche als Delivery Managerin, ein 3-jähriges Studium im Bereich der praktischen Psychologie sowie mehrere psychologiebezogene Weiterbildungen, unter anderem zum Systematischen Coach.

Ich bin dankbar dafür, meine Berufung als Life Coach gefunden zu haben. Wenn meine Klientinnen mein Coaching glücklich, optimistisch, selbstbewusst, voller Energie und mit wunderschönen Zielen verlassen, bin ich dafür unendlich dankbar und stolz.

Ich freue mich jeden Tag darüber, dass mir so viel Vertrauen entgegen gebracht wird. Dafür möchte ich all den wundervollen Frauen danken, die ihr Leben selber in die Hand nehmen und ein Coaching in der FinallyHappyAcademy starten.

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